Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin

Dipl. med. Bartsch und Dr. med. Costa Pinto 

 

Liebe Patienten




Kurzfassung der Infektionslage für Reisende:


 Masern

In ganz Europa kommt es immer wieder zu Masernausbrüchen.  In Serbien wurden landesweit mehr als 3.800 Erkrankungen gemeldet, ein 30-jähriger Mann und ein 2-jähriges Kind sind verstorben. In  Großbritannien wurden seit Beginn des Jahres  696 Erkrankungen gemeldet.  In Portugal wurden 108 Infektionen bestätigt, bisher sind ausschließlich Erwachsene erkrankt. Bis auf einen, wurden alle Fälle in der Region Região Norte gemeldet.

In Japan, in der Ukraine und auf den Philippinen ist es ebenfalls vermehrt zu  Infektionen gekommen.

Bitte lassen Sie Ihre Impflage überprüfen.


In  Neukaledonien und Tansania kommen weiterhin vermehrt Denguefieber-Infektionen vor. Auch in Peru, Chile, auf den Osterinseln, den Philippinen  in Paraguay, auf Reunion, sowie in Tailand, Vietnam und auf Tonga ist die Erkrankung häufig aufgetreten.

In Nigeria kommt zur Zeit vermehrt Gelbfieber vor, in Liberia Lassa-Fieber.

Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten!

 
In Brasilien wurde wischen Dezember 2016 und August 2017  der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

In Brasilien gibt es dieses Jahr ebenfalls vermehrt Chikungunya-Infektionen, auch in der Stadt Rio de Janeiro.         

 

In Kenia wurden seit dem letzten Jahr  in Mombasa und den angrenzenden Kilifi County und Lamu County Chikungunya-Erkrankungen bestätigt. Die Behörden haben Maßnahmen zur Mückenbekämpfung eingeleitet. Das Virus kommt in Kenia regelmäßig vor.

Sorgfältigen Mückenschutz beachten.


In Namibia ist es während der derzeitigen Regenzeit  im Norden des Landes zu einem Anstieg der Malaria-Fälle gekommen. Sehr guter Mückenschutz ist daher immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation in der Regel sinnvoll und je nach Ausbruchslage und Reiseroute auch eine Chemoprophylaxe zu diskutieren.
 

Darminfektionen treten in vielen Reiseländern wieder gehäuft auf.

In Kenia ist weiterhin vermehrt Cholera aufgetreten.  In Sambia sind außer Cholera Typhus und allgemeine Darminfektionen stark verbreitet.

 Hygiene sorgfältig beachten, Impfschutz für Risikoreisende erwägen!

Auf Barbados sind ebenfalls vermehrt Darmerkrankungen aufgetreten.

Reisende sollten auf eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene achten und den Kontakt zu Abwasser meiden!


In der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Anfang des Jahres  aus verschiedenen Provinzen ca. 850 Verdachtsfälle Affenpocken gemeldet, 25 Menschen sind verstorben.  Die Infektion erfolgt meistens über Kontakt zu erkrankten Nagetieren, aber auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist möglich.
Außerdem ist im Kongo hämorrhagisches Ebola Fieber (EHF) aufgetreten. Das Infektionsrisiko für (touristisch) Reisende ist gering.

 


Auf Réunion ist Leptospirose in diesem Jahr vermehrt aufgetreten. Der Erreger wird von Ratten und anderen Nagetieren ausgeschieden und kann über kleine Hautverletzungen bei Kontakt mit kontaminiertem, feuchtem Erdreich in den Menschen gelangen. Entsprechende Kontakte meiden.

 


Das Tollwutrisiko ist in Südostasien hoch. In Thailand ist die Erkrankung auch in der Hauptstadt weit verbreitet. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.


Auf den Fidschiinseln ist Meningokokken-Meningitis aufgetreten. Das Gesundheitsministerium hat im März einen Ausbruch von Meningokokken der Serogruppe C bestätigt. 3 Kinder unter 5 Jahren und ein Teenager sind verstorben. Impfschutz beachten.

In Indonesien wurden  insgesamt mehr als 100  Methanolvergiftungen durch illegalen Alkohol gemeldet, mindestens 82 Menschen sind verstorben. Besonders betroffen sind die Hauptstadt Jakarta und die Provinz West-Java. Ereignisse dieser Art sind in tropischen Ländern nicht selten, meistens werden sie nur bekannt, wenn sie größere Dimensionen annehmen. Alkohol aus obskuren Quellen birgt ein hohes Gesundheitsrisiko und sollte prinzipiell gemieden werden.